Uni
Fakultäten
Fk. V
Physik
EHF
EPkoS
Thermosensor
Ortsabhängige Messung von Temperaturfluktuationen in turbulenten Strömungen
Ansprechpartner:
Florian Heidemann
und
Dr. Achim Kittel
Das Ziel dieser Arbeit ist, turbulente Strömungen mit einem neuartigem schnellen mikroskopischen
Temperatursensor zu vermessen und sie somit über die Temperatur als passiven Skalar zu
charakterisieren.
Der Sensor besteht aus einem Platindraht, der in ein Rörchen aus Borosilikatglas eingefädelt und
mit Hilfe eines in der Biologie verwendeten Mikropipettenziehgerätes auf einen Durchmesser von bis
zu 1µm gezogen wird. Die so entstehenden Spitzen werden mit einer ca. 200nm dicken Goldschicht
bedampft um einen Gold/Platin-Thermokontakt herzustellen der eine Thermospannung von ungefähr
8 Mikrovolt/Kelvin liefert. Das Sensor-Gehäuse hat einen Durchmesser von nur 8mm und aufgrund der
geringen aktiven Messfläche der Mikropipette gelingt eine Ansprechzeit von 10ms. Die Störung der
zu vermessenden Strömung kann somit sehr gering gehalten werden.
Der Sensor wird in einem Freistrahlexperiment eingesetzt, bei dem ein angewärmter
Wasserstrahl durch eine Düse von 2mm Durchmesser in einen gekühlten Wasserbehälter gedrückt wird.
Der Freistrahl wird mit Hilfe einer dreidimensionalen computergersteuerten Verschiebe-Einheit
abgerastert und bei verschiedenen Anströmgeschwindigkeiten vermessen.
Als weiteres besteht die Möglichkeit den Temperatursensor in einem grossen
Konvektionsexperiment an der TU Ilmenau, dem Ilmenauer Fass, einzusetzen. In diesem “Fass”,
welches einen Durchmesser von 7 Meter hat, soll die Randschichtströmung an der oberen Kühlplatte
vermessen und charakterisiert werden.
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